Manageers Event: “Business Networking – The Secrets of Chief Executives” am 23. März 2017

Foto v.l.n.r.: Sead Ahmetovic, Harald Katzmair, Daniela Philipp, Dorothee Ritz, Andrea Schmoranzer-Jearabek, Christian Ohswald, Daisy Einsiedel, Wolfgang Wrumnig, Benjamin Ruschin. Fotocredit:  Katharina Schiffllg

Christian Ohswald (Deutsche Bank Österreich), Dorothee Ritz (Microsoft), Wolfgang Wrumnig (Siemens Österreich), Andrea Schmoranzer-Jerabek (L’Oréal) und Harald Katzmair (FASresearch) saßen am Podium des ersten Manageers-Events 2017 und diskutierten mit Young Talents zum Thema „Business Networking – The Secrets of Chief Executives“.

Wien, 24. März 2017 – Fünf Top-Manager des Landes diskutierten beim ersten Manageers-Event des Jahres über die Chancen und Möglichkeiten des Networkings und wie Young Talents ihre Netzwerke aufbauen, stärken und nutzen können. Das Publikum konnte mittels slido, einer Online-Audience-Interaction-Plattform anonym Fragen stellen, die am Ende des Abends beantwortet wurden.

Anliegen x Netzwerk = Erfolg
Den Abend eröffnete Harald Katzmair, Experte zum Thema Business Networking bei FASresearch mit einer Keynote über „The Secrets of Chief Executives“. Was für ihn einen guten CEO ausmacht? „Er muss zum einen die Fähigkeiten haben, Komplexität zu vereinfachen, zum anderen muss er das Management sowie alle Stake- und Shareholder mitnehmen können. Das erfordert präzise Beziehungsarbeit“. Neue Medien bringen neue Netzwerke mit sich – diese kommen genauso schnell, wie sie gehen. Für Katzmair ist es wichtig, dass man neben den schnellen Kräften (wie online Medien) auch die langsamen Kräfte, über die alte Netzwerke nun mal verfügen, pflegt. Das ergibt ein breites Sozialkapitalportfolio. Doch sind auch Überlappungen, wo langsame und schnelle Kräfte aufeinandertreffen wichtig. „Unterschiedlichkeit, ein gemeinsames Anliegen und ein guter Beat, also eine Taktung – das ist wichtig für eine gemeinsame Zukunft“, erklärt Katzmair. Die Formel des erfolgreichen Netzwerks lautet deshalb für ihn „Anliegen x Netzwerk = Erfolg“.

„Never lunch alone“
Die anschließende Podiumsdiskussion wurde mit der Frage nach den persönlichen Netzwerkportfolios der einzelnen Speaker eröffnet. Siemens Finanzvorstand Wolfgang Wrumnig setzt auf informelle Kontakte: „Man muss die Kontakte des Unternehmens nutzen. Ich habe meine Karriere bei Siemens direkt nach dem Studium begonnen. Mein internes Netzwerk war wichtig für die Entwicklung im Unternehmen, besonders auch in den vergangenen 11 Jahren, in denen ich in den USA tätig war.“ Microsoft-Chefin Dorothee Ritz setzt zusätzlich auf Online-Kontakte: „Ein gepflegtes LinkedIn Profil ist heutzutage wichtiger denn je“. Besonders für den am Anfang, wenn man neu in einem Unternehmen ist, ist es aber auch wichtig, aktiv auf die Leute zuzugehen und offen zu sein. Daher ihr Tipp: „Never lunch alone“.

Auf den kann man sich verlassen – das dachte sich der Regionalleiter von Christian Ohswald, als dieser erst drei Monate im Unternehmen war. Der nunmehrige Deutsche Bank-CEO erklärt seinen schnellen Aufstieg: „Man muss sich überlegen: Was könnte der andere brauchen und wie kann ich ihm helfen, sein Problem zu lösen? Man muss sich verlässlich positionieren.

„Wer sich nicht verirrt hat, kann sich auch nicht finden“
Die Speaker sind sich einig: Netzwerke kann man nicht aktiv suchen, man muss sich selbst treu bleiben und seinen Interessen nachgehen, dann ergeben sich Kontakte auch da, wo man sie am wenigsten erwartet. Das bestätigt auch Andrea Schmoranzer-Jerabek, General Manager bei L’Oréal. Auf Netzwerke, die man während seiner Studienzeit aufbaut, sei es mit Kollegen oder Lektoren, kann man ebenso gut zurückgreifen.

Wichtig ist für alle fünf Podiumsteilnehmer, dass man zuerst in sich selbst hineinhört und sich fragt, was einen berührt „Wer sich nicht verirrt hat, kann sich auch nicht finden“, merkt Harald Katzmair in der Diskussion an. „Tu das, was du gerne tust“, stimmt Wolfgang Wrumnig zu. Für Christian Ohswald ist es wichtig, manchmal seine eigene Bubble zu verlassen: „Mal etwas Anderes lesen, andere Leute treffen als sonst – das ist der Ursprung von Kreativität“.

Rückfragehinweis:
Ecker & Partner
Kathrin Stoiser
E-Mail: k.stoiser@eup.at
Tel.: +43 1 59932-20