Manageers Event “Think Big” am 31. Mai 2017

Pressemeldung

“Tradition ist gut, ohne permanente Weiterentwicklung ist sie das Ende”

 Beim Manageers-Event Mittwochabend in der Österreichischen Wirtschaftskammer drehte sich alles um das Thema Innovation. Wie man als “alter Hase” noch immer nach vorne denkt und warum wir vor allem eine nachhaltige Unternehmensführung brauchen, erklärte Günter Thumser, Präsident von Henkel CEE, in seiner Keynote. Mit ihm am Podium diskutierten Bettina Glatz-Kremsner (Casinos Austria und Österreichische Lotterien), Valerie Hackl (ÖBB), Markus Kienberger (Google Austria), Robert Zadrazil (Bank Austria), Andreas Schmidlechner (Mc Donald’s Österreich) und Victor Purtscher (KPMG).

Wien, 2. Juni – “Think Big – 100 % sind nicht genug“ so das Motto der Veranstaltung der Community-Plattform für Young Professionals, Manageers. Dass das mitunter auch nach hinten losgehen kann, erklärte Günter Thumser gleich zu Beginn: „Große Ziele zu haben und Erfolg zu wollen ist gut. Wenn es aber nur mehr darum geht, schnell etwas aufzubauen, um es möglichst gewinnbringend wieder zu verkaufen, dann ist das kein nachhaltiges Unternehmertum und auch gesellschaftspolitisch fragwürdig.“ Thumser bezog sich dabei vor allem auf den Start-Up Hype, der viele positive Seiten und Möglichkeiten für junge Menschen bietet, aber mitunter zu kurz gedacht wird. Bei Henkel gibt es daher fünf Leadership-Prinzipien, damit das Szenario der „ownerless companies“ nicht Wirklichkeit wird. Jede Führungskraft des 140 Jahre alten Unternehmens soll diese verinnerlichen und leben, um sowohl intern wie auch extern die Unternehmenskultur zu prägen. „Lead myself“ ist das erste Prinzip und bedeutet, dass man zuallererst den eigenen Beitrag beurteilt. Danach folgen Team, Stakeholder, Performance und Change – ein immer wichtigerer Aspekt.

Entrepreneurship in allen Köpfen

Bereits 1926 wusste man bei Henkel, dass der Unternehmenserfolg von allen abhängt. Es braucht „MitarbeiterInnen, die selbstständig denken und eigenständig arbeiten“ zitiert Thumser aus der Unternehmenschronik. Gerade im Bereich Innovation ist das kollektive Hirn gefragt, waren sich alle Podiumsgäste einig. Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin von Casinos Austria und den Österreichischen Lotterien, berichtete vom hauseigenen Innovation Hub, der installiert wurde und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen können. „Wir wollen alle einbinden, die Lust haben gemeinsam mit uns neue Ideen zu entwickeln.“ Bei der letzten Challenge des Unternehmens wurde die ,Idee für eine awesome customer experience’ gesucht, knapp 70 Teams haben Ideen eingereicht – weit mehr als ursprünglich erwartet. „Die Aktion hat uns wieder gezeigt, welche Innovationskraft in unserem Unternehmen herrscht. Als Führungskraft ist es unsere Aufgabe, Möglichkeiten zu schaffen, diesen Erfindergeist auch zuzulassen und zu nützen.“

Dass Innovation nicht immer ein noch nie dagewesenes Produkt sein muss, sondern beispielsweise die Integration und Vernetzung bestehender Angebote, erzählte Valerie Hackl, Vorstandsmitglied der ÖBB. Mit der neuen digitalen Plattform ,Wegfinder’ sollen intelligente Verkehrsketten unterschiedlicher Anbieter entstehen. Die Herausforderung dabei ist aber immer die Vernetzung der analogen und der digitalen Welt. Immerhin sind nicht alle ÖBB-Kunden Mitglieder der Generation Y and Z. Eine besonders große Herausforderung weiß auch Robert Zadrazil, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria: „Unsere Aufgabe ist es, Produkte und Services zu entwickeln, die für alle Kunden funktionieren. Dieser Spagat ist nicht einfach. Komplexe Angebote müssen so aufbereitet werden, dass sie für Jung und Alt benutzerfreundlich sind.“ Die vor kurzem gelaunchte „Foto-Überweisung“ ist ein solches Tool. Bereits nach einem Monat werden 15 % aller App-Überweisungen über den neuen Service getätigt.

Mentoring & Revers-Mentoring

Veredelung durch Innovation wird bei der KPMG gelebt. Geschäftsführer Victor Purtscher sieht vor allem in der Weiterentwicklung und Förderung junger Talente sowie dem Revers-Mentoring – also dem Lernen von den jungen Kolleginnen und Kollegen – viele Chancen für die eigene Branche. Bei Google hingegen ist das Thema Machine Learning aktuell besonders relevant, berichtet Markus Kienberger, Country Director Google Austria. Vor allem im Bereich Translation-Services gibt es hier wesentliche Erfolge, die unser privates aber auch berufliches Leben in den kommenden Jahren stark beeinflussen werden.

Was braucht nun aber eine Führungskraft – egal ob jung oder alt – um erfolgreich zu sein? „Engagement und Wille zum Gestalten“, so Andreas Schmidlechner, Managing Director von McDonald’s abschließend. Und der wichtige Zusatz: „Es ist auch ok, wenn man das nicht möchte. Nicht jeder kann und muss eine Führungskraft werden.“

 

Manageers - Think Big! (© Tamás Künsztler)

Manageers – Think Big! (© Tamás Künsztler)

 

Hier findest du weitere Bilder des Abends.

 

Rückfragehinweis:

Ecker & Partner, Kathrin Stoiser

E-Mail: k.stoiser@eup.at

Tel.: +43 1 59932-20